Am 23. April des Jahres 1970 gründeten einige Querschnittgelähmte (überwiegend verunglückte Bergleute) die "Gelähmten-Sport-Gruppe Saar". Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Ehrenvorsitzenden Erwin Emanuel und Paul Veit sowie der langjährige Kassierer Alois Johann. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte in Saarbrücken. Die GSG wurde Mitglied im Saarländischen Behinderten-Sportverband. Zunächst spielte man nur Basketball und Tischtennis und betrieb ein wenig Leichtathletik in den Übungsstunden. Man besuchte Freundschaftsturniere anderer Vereine und organisierte jedes Jahr ein eigenes Rollstuhl-Basketball-Turnier. Bei der Gründung des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS) im Jahr 1977 war die GSG Saar beteiligt. Der DRS wurde bald zu einem großen Verband. Erst jetzt wurde in den Sparten Rollstuhl-Tischtennis und Rollstuhl-Basketball ein Ligaspielbetrieb eingeführt. Mittlerweile sind Verbands-, Landes-, Ober-, Regionalligen sowie die 1. und 2. Bundesliga eingerichtet.
Am 07.April 2000 beschloss die Mitgliederversammlung die Umbenennung des Vereins in "Reha-Sport-Gruppe Saar e.V. (RSG)". Die RSG spielte mit wechselndem Erfolg in den Sparten Tischtennis und Basketball in der Regionalliga Mitte.
Der Basketballmannschaft ist 1991bereits einmal der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelungen, leider mußte man aber gleich wieder den Abstieg in die Regionalliga hinnehmen. In der Saison 1997/1998 konnte erneut die Meisterschaft in der Regionalliga Mitte errungen werden und damit der Aufstieg in die zweite Bundesliga. Sensationell konnte das Team in der Saison 1998/1999 als Aufsteiger Meister in der 2. Bundesliga Gruppe Süd werden. In der Saison 1999/2000 spielte das Basketballteam erstmals in der Vereinsgeschichte in der ersten Bundesliga und errang den sechsten Platz. Aufgrund von sechs Abgängen von Spielern musste die 1. Mannschaft in der Saison 2000/2001 leider vom Spielbetrieb der 1. Bundesliga abgemeldet werden. Die 2. Mannschaft spielte in der Regionalliga Mitte. In der Saison 2001/2002 hatte die RSG nur noch eine Mannschaft, die am Spielbetrieb der Regionalliga Mitte teilnahm. Da nach Ende der Saison drei Spieler nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen wollten, bzw. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen konnten, wurde eine Spielgemeinschaft mit Trier 2 gegründet, welche in der Saison 2002/2003 ebenfalls in der Regionalliga spielte. Nach zwei Spielzeiten bestand auch kein Interesse mehr an der Spielgemeinschaft und so ist die RSG Saar seit der Saison 2004/2005 nicht mehr am Spielbetrieb Rollstuhlbasketball beteiligt. Zur Zeit nehmen nur noch wenige Spieler am Übungsbetrieb teil.
Auch das Tischtennisteam war in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Die Meisterschaft in der Regionalliga Mitte konnte 1999 ebenso souverän gewonnen werden, wie die Relegationsspiele zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der Saison 1999/2000 spielte unsere Tischtennismannschaft also auch erstmals in der zweiten Bundesliga Süd . Die Klasse konnte gehalten werden, so dass das Team auch in der Saison 2000/2001 wieder in der 2. Bundesliga vertreten war. Nachdem der Spitzenspieler der RSG, Werner N., den Verein in Richtung Koblenz verlassen hatte, wurde die Mannschaft aus der 2. Bundesliga zurückgezogen und spielte in der Saison 2001/2002 ebenso wie 2002/2003 und 2003/2004 in der Regionalliga Mitte. Durch den Wechsel von zwei Spielern zu den Trierer Rollis konnte 2004/2005 keine Mannschaft gemeldet werden. In der Saison 2005/2006 hat die RSG Saar mit Erfolg mit zwei Teams in der Regionalliga Mitte gespielt (Plätze 2 und 3). Für die Saison 2006/2007 war nur noch eine Mannschaft in der Regionalliga Mitte gemeldet. Sie belegte einen hervorragenden 2. Platz. In der Saison 2007/2008 wurde erneut die Meisterschaft in der Regionalliga Mitte errungen, so dass das Team in der Saison 2008/2009 wieder in der 2. Bundesliga Süd spielte und einen guten 6. Platz belegte. Dies bedeutete den Klassenerhalt. Auch in der Saison 2009/2010 spielt die RSG in der 2. Bundesliga Süd.
Mehrere Jahre trafen sich einige Vereinsmitglieder zum Tanztraining. Überall kamen ihre Auftritte bei diversen Veranstaltungen sehr gut an. Noch heute wird die Tanzgruppe angefragt. Leider hatten unsere Tänzer aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle und Mangel an "Fußgängern" immer einige Schwierigkeiten, ihren Sport auszuüben. So musste der Übungsbetrieb 1999 fast ein halbes Jahr ruhen. Ein weiteres halbes Jahr nach Wiederaufnahme des Tanztrainings kam dann das vorläufige aus, die Tanzgruppe löste sich auf.
Mit unserem Sportkameraden Alois Schneider haben wir außerdem einen international sehr erfolgreichen Schützen in unseren Reihen. Seit ein paar Jahren betreibt er seinen Schießsport aber nur noch für seine persönliche Fitness.
Markus Lautenberg war als Fechter in den letzten Jahren national und international ebenfalls sehr erfolgreich und hat 2006 im Weltcup im Florett einen zweiten Platz belegt und im Degen gesiegt. Bei den Weltmeisterschaften im Oktober in Turin wurde er im Florett sechster und im Degen Weltmeister! Er gehörte in seiner Schadensklasse zur absoluten Weltspitze!
Die Sportarten Schießen und Rollstuhlfechten können nur in Kooperation mit anderen Vereinen ausgeübt werden (rollstuhlgerechte Schießanlage in Dillingen, Fechten beim ATSV Saarbrücken).
Seit Jahren setzt Stefan Strobel in den Disziplinen des Rollstuhlschnellfahrens auch international neue Maßstäbe und wurde bei den Paralympics in Athen Silbermedaillengewinner in seiner Schadensklasse im Marathon. Im Jahr 2006 hatte er in der Schweiz über 1500m einen neuen Deutschen Rekord und über 10000m einen neuen Weltrekord aufgestellt. Er gehört in seiner Schadensklasse immer noch zur absoluten Weltspitze!
Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit, auf einer geeigneten Anlage in Saargemünd Rollstuhltennis zu spielen.
Am 28.08.2010 feierte die RSG das 40-jährige Vereinsjubiläum im Bürgerhaus Niedersalbach. Der Einladung der RSG Saar waren von der Regierung des Saarlandes die Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, Frau Annegret Kramp-Karrenbauer, vom Regionalverband Frau Elfriede Nikodemus, von der Gemeinde Heusweiler der 1. Beigeordnete Herr Dennis Roos, vom Behinderten- und Rehabilitationssportverband Saarland (BRS) der Präsident Herr Hans Netzer, der 1. Landesvorsitzende Herr Axel Riedschy und der stellvertretenden Landesvorsitzende Herr Hubert Hampel gefolgt.
Nach der Begrüßung der Gäste und einem Blick in die Vereinsgeschichte durch Jürgen François sprachen Frau Kramp-Karrenbauer, Frau Nikodemus und Herr Netzer einige Grußworte und gratulierten der RSG zum 40-jährigen Bestehen. Dabei wurde auch das soziale Engagement der RSG gewürdigt. Nach den Ehrungen einiger Mitglieder für ihre langjährige Treue lud die RSG zum Abendessen ein. Nach einem sehr schmackhaften und reichhaltigen 4-Gänge-Menü verbrachte man dann noch ein paar schöne Stunden in geselliger Runde. Die gesamte Veranstaltung wurde musikalisch von „Randy Guitar“ begleitet.Die RSG hat zur Zeit 50 Mitglieder und ist durch Verfügung des Finanzamtes St. Wendel seit 1970 als gemeinnützige Körperschaft anerkannt.
Die bisherigen 1. Vorsitzenden:
Ehrenvorsitzende: Erwin Emanuel (+ 02.03.2009) und Paul Veit
Ehrenmitglied: Alois Johann